Soziale Gruppenarbeit und Gruppenpädagogik

Soziale Gruppenarbeit ist Kernelement pädagogischer Gruppenkonzepte aus den Bereichen Jugendhilfe und Hilfen zur Erziehung, kommt aber auch in vielen anderen institutionalisierten pädagogischen Arbeitsformen zur Anwendung. In dieser kleinen Sammlung werden einige relevante Aspekte rund um Soziale Gruppenarbeit und Gruppenpädagogik vorgestellt.

Jean Piaget und Lawrence Kohlberg – Zwei prominente Modelle der Moralentwicklung

Jean Piaget und Lawrence Kohlberg haben die in der Pädagogik wohl einflussreichsten Modelle der ontogenetischen Entwicklung von Moralität beigesteuert. Es sind nicht die einzigen Modelle innerhalb dieses Themenkomplexes, doch liefern sie gute Anhaltspunkte zur entwicklungspsychologischen Erklärung moralischer Handlungen, die in ihrer Summe letztlich den Zustand von Gesellschaftssystemen konstituieren.

Lernpsychologische Grundlagen

In Pädagogik und Psychologie bildet die Psychologie des Lernens eine wichtige Basis für das Verständnis entwicklungsbezogener kognitiver Prozesse. Ideengeschichtlich bilden dabei der Behaviorismus, der Kognitivismus und schließlich der Konstruktivismus den jeweiligen erkenntnistheoretischen Rahmen zum Verständnis von Persönlichkeitsentwicklung, Informationsverarbeitung und Verhaltenssteuerung. Insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie schaut auf innerpsychische Aspekte des menschlichen Verhaltens und die zugrundeliegenden Prozesse der Wahrnehmung, Bewertung, Speicherung und Verarbeitung von Informationen.

In der politischen Verhaltenssteuerung der Bevölkerung durch staatliche Instanzen kommen dagegen überwiegend behavioristische Ansätze zu Einsatz, wie jüngst die Corona-Krise eindrucksvoll verdeutlicht hat (und was auch ein dementsprechendes Menschenbild impliziert). 

Gruppenleistung und Moderation – Möglichkeiten der Leistungsverbesserung von Arbeitsgruppen

ISind Arbeitsgruppen in der Lösung von Problemen Einzelpersonen wirklich überlegen? Oder sorgen Koordinations- und Motivationsverluste nicht sogar für eine substanzielle Verschlechterung kollektiver Wege der Lösungsfindung? Da Menschen als soziale Wesen im privaten und professionellen Bereich gerne in Gruppen arbeiten, nimmt die Moderation von Arbeitsgruppen einen hohen Stellenwert ein.

Konzeptionsbeispiel für die Implementierung eines Trainingsraumes an einer Schule

Zu den ersten Schritten der Implementierung eines Trainingsraumkonzeptes zählt die Erstellung einer Konzeption. Diese kommuniziert schulintern und -extern die Grundlagen, Ziele und Methoden des neuen Angebots und gibt Auskunft über dessen Verankerung innerhalb von Schulkultur und Leitbild.

Der folgende Text ist ein Beispiel aus der Praxis, wie eine derartige Konzeption formuliert werden kann.

Gesprächsleitfaden für den Trainingsraum

Störungen im Schulunterricht sind ein weiterverbreitetes Problem. Sie behindern Schülerinnen und Schüler an der erfolgreichen Teilhabe an Bildung und das Lehrpersonal an der adäquaten didaktischen Darbietung von Lehrinhalten. Die Trainingsraum-Methode ist eine wirkungsvolle Art, auf Unterrichtsstörungen einzugehen. Dabei handelt es sich weniger um ein Instrument der Sanktionierung und Disziplinierung, als vielmehr um ein personenzentriertes Gesprächsangebot, das dauerhafte Verhaltensänderungen ebenso anstrebt, wie ein verbessertes Schulklima.

Kernelement der Traingsraum-Methode ist der kooperative Dialog, der in seiner Orientierung an der personenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung beisteuern kann.

Die Psychologie der Kommunikation (1)

Gesellschaftliches Leben, menschliches Miteinander oder soziale Systeme können ohne Kommunikation nicht existieren. Mehr noch, sie konstituieren sich erst durch Kommunikationen. Hier einige hoffentlich hilfreiche Grundlagentexte zu diesem hochspannenden Thema.

Die Psychologie der Kommunikation (2)

Aus dem Inhalt: Die Kommunikationsmodell von Schulz von Thun, Transaktionale Analyse nach Eric Berne, Themenzentrierte Interaktion nach Ruth Cohn, differentielle Psychologie der Kommunikation: Kommunikationsstile nach Schulz von Thun, Kontakt und Distanz.

Der Rational-Choice Ansatz

Der RCA entstammt der erkenntnistheoretischen Tradition des methodologischen Individualismus, also der Rückführung sozialer Phänomene auf individuelles Handeln. Im methodologischen Individualismus wird nicht von überindividuell-kollektiven Phänomenen, sozio-kulturellen Strukturen etc. ausgegangen, sondern vom menschlichen Individuum und seinem Verhalten, durch das die übergeordneten Strukturebenen sozialer Gemeinwesen bestimmt werden.

Die erfolgreiche Präsentation

Aus dem Inhalt: Die Präsentation als zielgruppenorientierte Kommunikation; Planung, Vorbereitung, Visualisieren, Durchführung der Präsentation, überzeigend auftreten.

Adressatenorientierte Kommunikation

Aus dem Inhalt: Das Modell von Shannon & Weaver; das Modell von Schulz von Thun; Gesprächsvorbereitung: Selbstklärung; „Hören mit vier Ohren* und Ursachen für Empfangsfehler von Nachrichten; Feedback und Metakommunikation; Dialog und offene Kommunikation; adressatenorientierte Kommunikation; Komponenten einer erfolgreichen Gesprächsführung; Informationskaskaden.

Rezension: J.D. Salinger, The Catcher in the Rye

Salingers Fänger im Roggen ist ein doppeltes Psychogramm: Das des Autors, eines zurückgezogen lebenden und leicht verschrobenen Menschen, der niemals für die Öffentlichkeit schreiben wollte. Und das seines Romanprotagonisten, der in seiner zarten Jugend auf dem Weg zum Erwachsensein scheitert, in eine psychische Ausnahmesitaution schlittert und schließlich scheitert.  Ein interessante Novelle über den so verzweifelten wie verfehlten Bewältigungsversuch einer biografischen Entwicklungsaufgabe.

Fast Food 4 Kids

Damals, in den 1970ern, standen WAS IST WAS – Bücher aus dem Hause Tessloff mal für kindgerechte Bildung. Für viele waren die dünnen Hardcover-Bücher im handfreundlichen DIN-A4-Format der erste vertiefende Kontakt mit systematisch aufbereitetem Wissen zu unterschiedlichen Themengebieten. Nicht selten legte die Bücherreihe den Grundstein für eine wissenschaftliche Karriere, ein ausgefallenes Hobby oder überhaupt die Freude und Leidenschaft an intrinsisch motivierter Bildung.

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